Lanik on Röstigraben-Tour: Die Entstehung

Ich bin gestartet!! Nicht wie eine Rakete, sondern eher vorsichtig, abwartend, noch nicht zu schnell unterwegs, beobachtend. Wenn sich positive Reaktionen zeigen, erhöhe ich mein Tempo, wenn sich die Stirne runzeln, werde ich leiser.

Schon lange hatte sich der Gedanke gebildet, mit meinen Songs auf Strassenmusik-Tour zu gehen. Einerseits, weil ich eben Strassenmusikerin bin und andererseits, um für meine Songs zu werben und meine Musik hörbar zu machen. Es stellte sich die Frage, wo denn genau ich Lanik-Strassenmusik machen wollte: An mir bekannten Orten, an denen ich schon gespielt hatte? In grösseren Schweizer Städten? Es sollte noch „familienkompatibel“ bleiben und es brauchte einen Aufhänger.

Da kam die Idee mit dem Röstigraben! Ich singe ja sowohl in Französisch, Mundart und Englisch, also wieso sollte ich das nicht bewusst zelebrieren? Immer wieder über den Röstigraben hüpfen, hopp, hopp, Delémont, Moutier, hopp, hopp, Solothurn, Biel, hüpf, hüpf, Fribourg, usw… Die Idee war geboren, jetzt stellte sich nur noch die Frage nach der Umsetzung.

Auf der Suche nach Literatur bin ich in der Landesbibliothek Glarus auf den Wanderführer „Die Röstigraben – Route“ von Philipp Bachmann gestossen. Dort habe ich mir die Karten und Orte angeschaut (Geografie ist nicht meine Stärke…), Recherche betrieben und einen ersten Plan entworfen. Ach ja, Pläne und Vorstellungen: Ich hatte die geniale Vorstellung, dass mich das Fernsehen auf meiner Tour begleitet und eine Doku zusammenstellt „Lanik überwindet musikalisch den Röstigraben“ oder „Lanik’s Musik kennt keine Grenzen“ oder aber eine wöchentliche Serie ausstrahlt „Lanik on Tour – Unterschiede und Eigenheiten entlang des Röstigrabens“. Klingt doch hochspannend? Swissness pur, sprachliche Inklusion, musikalische Unterhaltung…alles in Einem!!

Schmunzel…weshalb es schlussendlich nicht geklappt hat, kann ich nicht genau sagen: Es könnte am mangelnden Konzept oder an den dafür zeitlich knapp eingesetzten Ressourcen liegen. Jedenfalls kam der Frühling langsam näher und als ich anfing, allen von meiner Idee zu erzählen (inklusive der Zeitung und bei meinem TV Südostschweiz-Auftritt) stieg der Druck, endlich meine Idee in die Tat umzusetzen.

Alternativ zum Fernsehen wollte ich jemanden mitnehmen, der meine Tour filmt und Fotos macht; ein Budget dafür hatte ich aber leider keines. Und so musste ich auch diese Idee begraben, denn: Wer geht schon freiwillig mit, macht eine Riesenarbeit ohne zu wissen, was für sie/ihn dabei herausspringt und gibt dafür seine kostbare Zeit her? So berühmt bin ich leider noch nicht…. also war ich tatsächlich ganz auf mich alleine gestellt…Fortsetzung folgt…es wird ein Dreiteiler: Entstehung – Verwirklichung – Abschluss…portionsweise…

Worauf du bei Planen einer Strassenmusik – Tour achten solltest:

  • Zeitpunkt: Wann sind die Leute unterwegs? Möchtest du Leute erreichen, die einkaufen gehen oder für diejenigen spielen, die von der Arbeit nach Hause gehen?
  • Ort: Wo hat es Leute? Lieber auf einer Einkaufsstrasse oder am Bahnhof? In der Nähe von Haltestationen, wo die Leute am Warten sind oder aber in der Nähe einer Bar, wo die Leute sitzen und verweilen? Lieber an einem grosser Platz, wo sich die Leute verteilen oder dir aus dem Weg gehen können, oder aber eine enge Gasse, wo sie quasi über die stolpern?
  • Gefühl: Wo fühlst du dich wohl? Wo stimmt für dich die Nähe/Distanz zu den Passanten? Probiere unterschiedliche Plätze aus und du wirst immer mehr ein Gespür für dich entwickeln. Vertraue deinem Gefühl.
  • Flexibilität: Sei bereit, deine Pläne und Vorstellungen immer wieder anzupassen.
  • Das richtige Mass: Manchmal ist man so im Flow, weil vom Publikum her ganz viele positive Schwingungen entgegenkommen, dass man gar nicht mehr aufhören möchte/ kann. Manchmal versucht man immer wieder, dass Publikum zu erreichen, aber es funktioniert einfach nicht. Man ist aber nicht bereit, schon aufzuhören, sondern versucht es immer und immer wieder. Was das Singen angeht: Es kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Je nach Repertoire, je nach Verfassung, je nach Wetter, je nach Publikum und Ort. Es lohnt sich, aufmerksam zu bleiben und aufzuhören, wenn die Stimme und du selbst sich erholen müssen.

For any other questions ask Doktor Professor Lanik Sommer 🙂 Bis bald!

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